Aktuelle Meldungen und Veranstaltungen

Meldung vom 14. November 2018

Zwei Zeitzeugenfilme am 12. Dezember 2018 im Schillerhof Kino Jena: Zeitzeugendokumentationen zum Jahr 1968 und den Kindern von Zeiss-Spezialisten

In diesem Jahr haben wir unsere seit 2009 bestehende Reihe "Zeitzeugenwerkstatt" thematisch in zwei Richtungen fortgesetzt. Im Rahmen von Projekten zum Epochenjahr 1968 und dem Leben von Spezialisten-Familien der Firma Zeiss nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion haben wir über 30 Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geführt. Daraus sind zwei filmische Zeitzeugendokumentationen entstanden, die wir am 12. Dezember 2018 im Schillerhof Jena öffentlich vorstellen möchten.

 

 

Fünf Jahre. Kinder von Zeiss-Spezialisten erzählen

Eine filmische Zeitzeugendokumentation der Geschichtswerkstatt Jena

12. Dezember 2018, Beginn: 16.00 Uhr, Ort: Schillerhof Jena (Blauer Saal), Eintritt frei.

Zu den einschneidenden Ereignissen unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs gehört in Jena die Demontage der Zeiss-Werke. Neben Maschinen und Geräten verließen Ende Oktober 1946 aber auch zahlreiche Zeissianer und ihre Familien die Stadt mit unbekanntem Ziel. Fünf Jahre lebten sie an verschiedenen Orten in der Sowjetunion und kehrten erst Anfang der 1950er Jahre zurück. Was haben sie erlebt?

 

 

1968: Hoffnung Protest Ohnmacht. Skizzen eines Jahres

Eine filmische Zeitzeugendokumentation der Geschichtswerkstatt Jena

12. Dezember 2018, Beginn: 19.00 Uhr, Ort: Schillerhof Jena (Blauer Saal), Eintritt frei!

1968 war ein Epochenjahr. Verdichtet auf wenige Monate ereignen sich in diesem Jahr weitreichende Entwicklungen, die auch für die nachfolgenden Jahrzehnte prägend sind: der Reformkurs des „Prager Frühlings“ in der ČSSR wird am 21. August durch eine militärische Invasion niedergeschlagen, Studentenproteste in Ost und West, politische Attentate und Bürgerrechtsbewegungen, Sprengung der Leipziger Universitätskirche, zwei deutsche Mannschaften bei Olympia, eine neue DDR-Verfassung und eine Strafrechtsreform vertiefen die deutsch-deutsche Teilung, der anhaltende Krieg in Vietnam erschüttert Menschen weltweit.

 

Beide Projekte entstanden durch finanzielle Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei,
JenaKultur, der Innovationsförderung der Stadt Jena, dem Carl Zeiss Förderfonds und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

 

Die zwei Veranstaltungen am 12. Dezember 2018 im Schillerhof Kino können auch separat voneinander besucht werden. Es wird kein Eintritt erhoben.

Weitere Zeitzeugendokumentationen der Geschichtswerkstatt Jena sind im YouTube-Kanal des Vereins verfügbar: www.youtube.com/user/gwsjena

Meldung vom 05. November 2018

Vor hundert Jahren ... Von Feinden zu Freunden. Ein Europäisches Erinnerungsmosaik vom 9. bis 11. November 2018 in Jena

Vor 100 Jahren erschütterte der Erste Weltkrieg das Leben und die politische Ordnung in Europa. Die Niederlage Deutschlands in diesem ersten weltumspannenden Krieg der Geschichte war zugleich das Ende des Kaiserreichs, getragen und begleitet durch revolutionäre Bewegungen hierzulande als auch in Europa.

Das gemeinsame Veranstaltungsprogramm städtischer und zivilgesellschaftlicher Akteure aus Jena und befreundeter europäischer Städte lädt ein zu einem künstlerisch-nachdenklichen Erinnern an die Folgen des Ersten Weltkriegs, aber auch zu einem freudvollen Feiern unserer europäischen Freundschaften. Das Programm beginnt am Jubiläumstag der Revolution, am 9. November 2018 und endet am Datum des Waffenstillstands, das sich am 11. November 2018 zum 100. Mal jährt. Das Programmheft ist hier erhältlich.

Auch die Geschichtswerkstatt Jena ist mit einem Bildungsprojekt und einer Ausstellung beteiligt. Weitere Informationen: erinnerungsmosaik-jena.de

Ausstellung „100 Jahre Erster Weltkrieg – Was hat das mit uns zu tun?“

Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse eines medialen Workshop, in dem Jugendliche aus Jena und Aubervilliers an Gedenkorten, in Archiven und mit Hintergrundmaterialien auf Spurensuche gegangen sind. Die Ausstellungsmacher sind 29 Schülern der Staatlichen Gemeinschaftsschule Lobdeburgschule Jena, der Staatlichen Gemeinschaftsschule Jenaplanschule Jena und dem Staatlichen Angergymnasium Jena.

Was hat dieser vor einhundert Jahren zu Ende gegangene Krieg mit der Lebensgegenwart junger Menschen zu tun? Welche Facetten hatte dieser Krieg? Wie erlebten ihn die Menschen? Was änderte sich in ihrem persönlichen Leben? Wie wirken die Ereignisse heute nach? Was verbindet die Ereignisse von damals mit den brennenden Fragen unserer Zeit? Das sind Fragen denen die Jugendlichen in dem Workshop nachgegangen sind und ihre eigene Antworten gefunden haben.

Damit leistet das Projekt einen aktiven Beitrag zu dem Prozess des Erinnerns an den Ersten Weltkrieg und gibt die Möglichkeit einer transnationalen Rezeption und Auseinandersetzung mit den Facetten des Krieges. Die Installation gibt den Betrachtern einen heutigen, individuellen, ästhetisch reflektierten Zugang zu dem historischen Thema und verdeutlicht unterschiedliche Aspekte der nationalen Erinnerung in Frankreich und Deutschland.

Ort: Rathausdiele (am historischen Marktplatz)

Zeitraum: 10. November 2018 (Eröffnung am 10.11. um 9 Uhr) bis 7. Januar 2019

 
 
© Geschichtswerkstatt 2018