
Am 17. Juni 1953 gingen in der gesamten DDR eine Million Menschen auf die Straße, um gegen die kommunistische Diktatur zu demonstrieren. Sowjetische Panzer retteten damals das SED-Regime. 60 Jahre nach diesem Ereignis präsentiert die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur eine Ausstellung zur Geschichte des DDR-Volksaufstandes. (Quelle von Bild und Text: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)
Die Geschichtswerkstatt hat eine Version der Ausstellung bezogen und stellte diese Interessierten in Jena und Umgebung ab dem 8. April 2013 leihweise und kostenlos zur Verfügung. Die Ausstellung umfasst 20 Plakate in der Größe DIN A1, die bereits auf Pappwände aufgezogen worden sind. Nähere Informationen zu Inhalt und Aufmachung der Ausstellung finden sich auf Homepage der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Interessenten melden sich bitte über das Kontaktformular bei der Geschichtswerkstatt. Unsere Zielgruppe sind Schulen, Bildungsinstitutionen und Einrichtungen, in denen die Ausstellungen öffentlich zugänglich wäre.
Die Geschichtswerkstatt Jena e. V. entstand als Verein symbolträchtig am 17. Juni 1995. Zugrunde lag eine Empfehlung der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Geschichte des Widerstands und des widerständigen Verhaltens außeruniversitär aufzuarbeiten. Bei einer ihrer Sitzungen in Jena konnte die Kommission feststellen, daß die Universitätsstadt in Bezug auf Widerstand eine bedeutende Rolle gespielt hatte.
Von Anbeginn hatten wir eine professionell gestaltete Zeitschrift im Sinne, und als sich abzeichnete, daß wir Büros in der ehemaligen Stasi-Kreisdienststelle in der Jenaer Gerbergasse 18 beziehen würden, gaben wir ihr den Arbeitstitel "Gerbergasse 18". Letztlich beließen wir es dabei und sind damit weit über Jena und Thüringen hinaus bekannt geworden. Wir starteten im Juni 1996 mit der Nr. 1 ohne Marktanalyse und ohne Werbeetat und hatten doch Erfolg. Mittlerweile haben wir es auf 65 Ausgaben gebracht (Stand: Januar 2013), dazu entstanden einige Sonderausgaben. Die "Gerbergasse 18" ist längst bundesweit verbreitet und hat auch Abonnenten im Ausland.
Wir veranstalteten und veranstalten Kongresse und Tagungen zu zeitgeschichtlichen Themen, Vereinsmitglieder halten Vorträge zur DDR-Geschichte, wir unterstützen und begleiten Schülergruppen bei ihren Projektarbeiten, es gibt Schriftstellerlesungen und spezielle Vorträge sowie zahlreiche andere öffentliche Aktivitäten zur Durchleuchtung der Machtstrukturen im SED-Staat. Bei unserer Arbeit werden wir von der Stadt Jena, der Thüringer Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, der Bundessstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Berlin), verschiedenen Landeszentralen für politische Bildung, dem Thüringer Kultusministerium und der Staatskanzlei sowie parteinahen Stiftungen unterstützt.
Weiterführende Informationen zu unserem Verein bekommen Sie bei ![]()
Ebenso können Sie unsere Vereinssatzung einsehen (Stand: Juni 2010).
Die Geschichtswerkstatt Jena e. V. bietet interessierten Bürgern und Studenten, besonders Studenten der Zeitgeschichte, ein Praktikum an. Mindestdauer sind sechs Wochen, dafür wird eine Vergütung in Höhe von 100,00 EUR gezahlt. Interessante Einblicke in die Praxis von Vereinsarbeit, zeitgeschichtliche und wissenschaftliche Themen zur deutschen Diktaturgeschichte sowie in das Arbeitsfeld für zukünftige Historiker und Geisteswissenschaftler sind die Vorteile eines Praktikums in der Geschichtswerkstatt.
Absprachen erfolgen persönlich und berücksichtigen die Wünsche der Interessenten.
Ansprechpartner:
Geschichtswerkstatt Jena e. V.
Heinrich-Heine-Straße 1
07749 Jena
Telefon: +49 (0) 36 41 – 82 12 35
Mail: geschichtswerkstatt.jena(at)t-online.de
Internet: www.geschichtswerkstatt-jena.de

Auch im Jahr 2013 vergibt die Geschichtswerkstatt Jena e.V. im Rahmen ihres Schülerwettbewerbs den "Walter-Scheler-Preis". Thematisch befasst sich der Wettbewerb aus Anlass des 60. Jahrestages mit dem Volksaufstand des 17. Juni 1953.
Alle Jenaer Schülerinnen und Schüler sind herzlich eingeladen, sich mit Einzel- oder Gruppenarbeiten zu beteiligen. Schwerpunktmäßig angesprochen sind die 8. bis 10. Klassen bzw. die Geschichtskurse der Oberstufe.
Nähere Informationen sind über das Kontaktformular erhältlich.
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Jürgen Haschke - Vorstandsvorsitzender
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Manfred Wagner †
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Detlef Himmelreich
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Stefan Walter
geboren 1982 in Berlin
Studium der Neueren Geschichte und Politikwissenschaft in Jena
seit Juli 2012 Projektmanager der Geschichtswerkstatt Jena e. V. und Redakteur der "Gerbergasse 18"
Veranstaltungen der Geschichtswerkstatt Jena e.V. 2011
gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ![]()
| 25. Januar 2012 | ||
| Lesung und Zeitzeugengespräch (Reihe: Das politische Buch im Gespräch – Thüringer Landeszentrale für politische Bildung | ![]() |
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Karin König: Papierne Küsse. Eine tragische Ost-West-Beziehung (1962–1965) |
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| Ort: | Universitäts-Hauptgebäude der FSU Jena, Eingang: Schlossgasse oder Fürstengraben, Hösaal 14 (»Raumplan) | |
| Zeit: | 20:00 Uhr | |
| Eine gemeinsame Veranstaltung von Lese-Zeichen e.V., Thüringer Landeszentrale für politische Bildung und Geschichtswerkstatt Jena e.V. | ||
Rezensionen zum Buch: |
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Pressebericht zum Erscheinen in der Thüringer Allgemeine vom 28.05.2011 » Geschichte und Geschichten aus Jena |
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| 09. Februar 2012 | |
| Premiere Zeitzeugendokumentation "Deutsche Teilung – Deutsche Wiedervereinigung" Film zum Zeitzeugenprojekt der Geschichtswerkstatt Jena e.V., in Kooperation mit der Filmproduktion mExtra (Torsten Eckold), dem Berliner Drehbuchautor Andreas Kuno Richter und dem Jenaer Historiker Daniel Börner. Gefördert vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und JenaKultur. Befragt wurden insgesamt 20 Bürger aus Jena zu ihren Erlebnissen im geteilten Deutschland und ihren Erfahrungen mit der deutschen Teilung sowie der Wiedervereinigung. Die aufgezeichneten Zeitzeugengespräche spiegeln darüber die deutsche Teilungsgeschichte ausgehend von der Nachkriegszeit bis zur Friedlichen Revolution. Neben den sehr persönlichen Geschichten wurden auch allgemeine Erkenntnisse sichtbar. Eine dieser wesentlichen Erkenntnis ist die, dass die Teilung zwar hingenommen wurde, hingenommen werden musste, aber von fast allen Gesprächspartnern nie akzeptiert wurde. Ihre Überwindung war deshalb für die meisten eine Herzensangelegenheit. In einem » Werkstattbericht vom 14.11.2011 werden Ergebnisse und Protagonisten aus den Jahren 2009 bis 2011 vorgestellt. Internet-Links zur Seite von www.jenapolis.de führen zu Filmausschnitten. |
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| Ort: | Stadtmuseum Jena (Göhre) |
| Zeit: | 19:00 Uhr Der Eintritt ist frei. |
Die Geschichtswerkstatt Jena e. V. in Zusammenarbeit mit der Landesbeauftragten des Freistaates Thüringen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.
Die Geschichtswerkstatt Jena e. V. wurde am 17. Juni 1995 gegründet. Historiker, Journalisten, zeitgeschichtlich Interessierte und Vertreter verschiedener Parteien folgten damit einer Empfehlung der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Ein im Februar 1996 ins Leben gerufenes Projekt machte es möglich, die Vereinsarbeit in die Öffentlichkeit zu tragen und bereits im Juni erschien die erste Ausgabe der "Gerbergasse 18", so benannt nach der Adresse der ehemaligen Kreisdienststelle der Staatssicherheit in Jena. Diese Adresse war von 1996 bis Februar 2006 erstes Domizil der Geschichtswerkstatt und wurde im Februar 2007 abgerissen. Ab März 2006 hatte der Verein im "Plantanenhaus" in der Unterlauengasse 9 seinen Sitz. Seit April 2008 ist der Verein in der Heinrich-Heine-Str. 1 in Jena-Ost zu finden. Mitherausgeber der, mittlerweile bundesweit verbreiteten, "Gerbergasse 18" ist die Thüringer Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen und seit 1998 unterstützt auch die Berliner Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die Herausgabe dieser Zeitschrift.
Die "Gerbergasse 18" erscheint vierteljährlich.
Heftpreis: 3,50 EUR
Jahresabonnement: 14,00 EUR (inkl. Versand)
Ausgaben der "Gerbergasse 18", die älter als zwei Jahre sind, geben wir zum reduzierten Preis von 1,00 EUR pro Exemplar ab. Ein Komplettsatz mit allen noch verfügbaren Ausgaben und Sondernummern kostet gegenwärtig 50,00 € (inkl. Versand im Inland). Leider sind die Hefte 1–9, 22, 27–28 und 32 vergriffen.
Die Bestellung von Einzelheften oder auch Abonnements ist über das Kontaktformular möglich.
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Leseproben:
Indizien sprechen für Beteiligung
Gregor Gysi – ein Leben mit der
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Inhalt von Heft 66 (Ausgabe 1/2013)
TITELTHEMA Walter Schilling (1930-2013) – anders glauben, leben und handeln
03 Heinz Voigt – Gelebte christliche Nächstenliebe und Aufforderung zum sozialen Handeln
Zum Tod des Braunsdorfer Pfarrers Walter Schilling
11 Uwe Koch – Wie „offen“ darf’s sein?
Erinnerungen an die Offene Arbeit in der DDR – und an Walter Schilling
14 Stefan Walter – „Hätte ich ein Mietling sein sollen???“
Walter Schilling im Konflikt mit IM „Gerstenberger“
ZEITGESCHICHTE
16 Ilko-Sascha Kowalczuk/Heinz Voigt – Der „Gegenschlag“ – ein grandioses Eigentor
Die Opposition formierte sich immer wieder neu – Jenaer Ereignisse in 1983 müssen im Kontext gesehen
werden
26 Rainer Erices – „Ein kaum zu lösendes Problem“
Das DDR-Gesundheitswesen in den Bezirksarzt-Akten der Staatssicherheit
34 Thomas Purschke – Indizien sprechen für Beteiligung der Staatssicherheit
Vor 30 Jahren: Tödlicher Autounfall des DDR-Fußballers Lutz Eigendorf
ZEITGESCHEHEN / DISKUSSION
38 Hubertus Knabe – Es wird eng
Gregor Gysi – ein Leben mit der Stasi
40 Freya Klier – Rechtsextremismus in der DDR
Über die Wurzeln ostdeutscher Fremdenfeindlichkeit
45 Hannelore Schreyer/Tom Fleischhauer – „Für das Leben lernen wir, das weiß heute jeder Pionier“
Vorstellung des erstprämierten Beitrags zum Schülerwettbewerb 2012
REZENSIONEN
47 Thomas Purschke – Vom Olympiasieger zum „Sport-Verräter“
48 Heinz Voigt – Seltenheitswert in der Aufarbeitungsliteratur
50 Udo Scheer – Ulbricht und „seine“ Soldaten: Fakten und Fiktionen
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Geschichtswerkstatt Jena e. V.
Heinrich-Heine-Straße 1
07749 Jena
Telefon: (0 36 41) 82 12 35
E-Mail: geschichtswerkstatt.jena(at)t-online.de
Internet: www.geschichtswerkstatt-jena.de
Registergericht: Amtsgericht Jena
Registernummer: VR 230659
Vorstand: Jürgen Haschke (Vorsitzender), Detlef Himmelreich (Stellv. Vorsitzender), Manfred Wagner † (Schatzmeister)
Inhaltlich Verantwortlicher (gemäß § 10 Absatz 3 MDStV): Stefan Walter
Spendenkonto: Konto-Nr. 180 000 61, BLZ: 830 530 30 (Sparkasse Jena-Saale-Holzland)
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