Meldungen des Jahres 2018

Meldung vom 15. Januar 2018

Torsten Eckold mit dem Clara-und-Eduard-Rosenthal-Stipendium für Bildende Künste ausgezeichnet

Wir gratulieren unserem Vereinsmitglied und stellvertretenen Vorsitzenden Torsten Eckold zur Verleihung des aktuellen Clara-und-Eduard-Rosenthal-Stipendiums für Bildende Künste.

Torsten Eckold, geboren 1965 in Jena, ist als Filmemacher, Kameramann, Produzent und Medienpädagoge tätig. Mit Blick auf das im Jahr 2020 anstehende Jubiläum der Verschmelzung der einstigen Fürstentümer zu einem demokratischen Land Thüringen und Eduard Rosenthal als Verfasser der Thüringischen Landesverfassung sowie Ehrenbürger der Stadt Jena soll ein Dokumentarfilm entstehen, der erstmalig an die Lebensleistung und bis heute wirkenden Einflüsse der Arbeit Rosenthals erinnern soll.

Die Begrüßung und Vorstellung der diesjährigen Clara- und Eduard-Rosenthal-Stipendiaten, neben Torsten Eckold der Regisseur und Künstler Benjamin Walther, findet am 28. Februar 2018 ab 20 Uhr im Theaterhaus Jena (Unterbühne) statt. Eintritt frei.

Wir wünschen Torsten Eckold eine erfolgreiche und produktive Zeit als Stipendiat sowie alles Gute für seine vielfältigen Projekte.

Meldung vom 08. Januar 2018

Haftzwangsarbeit im Bezirk Gera: Zeitzeugen gesucht!

Leserinnen und Leser der "Gerbergasse 18" fanden im Heft 85 (Ausgabe 4/2017) bereits folgenden Zeitzeugenaufruf des Vereins Gedenkstätte Amthordurchgang aus Gera, den wir gerne hier nochmal wiederholen und unterstützen möchten:

 

Die Gedenkstätte Amthordurchgang sucht nach Zeitzeugen, die bereit sind, über ihre Erfahrungen mit Haftzwangsarbeit in Haftanstalten oder Jugendeinrichtungen im ehemaligen Bezirk Gera zu sprechen.

In der DDR war die Pflicht zur Arbeit in den meisten Haftanstalten und Einrichtungen der Jugendhilfe wesentlicher Bestandteil des Alltags. Dass diese „Pflicht zur Arbeit“ in zahlreichen Fällen durchgesetzt wurde, ohne Rücksicht auf die körperliche und seelische Unversehrtheit der Menschen zu nehmen, haben verschiedene wissenschaftliche Studien in den letzten Jahren klar herausgearbeitet. Offiziell diente die Arbeit in Haftanstalten und Jugendeinrichtungen als „Erziehungsinstrument“, wurde jedoch in der Praxis wiederholt unter Zwang aufgrund rein wirtschaftlicher oder repressiver Funktionen durchgesetzt.

Inwieweit der Begriff „Zwangsarbeit“ geeigneter ist als „Haftzwangsarbeit“, um diese Praxis zu beschreiben, und wie verbreitet diese war, darüber wird aktuell noch gestritten. Im Zuge der in den vergangenen Jahren eifrig geführten Debatte möchten wir die Arbeitsbedingungen in Haftanstalten und Jugendeinrichtungen der DDR für das Gebiet des Bezirkes Gera untersuchen. Dafür sind wir auf Ihre Mithilfe und Ihr Vertrauen angewiesen.

Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die bereit sind, über ihre Erfahrungen in Haftanstalten oder Jugendeinrichtungen der DDR zu sprechen, können sich per E-Mail oder telefonisch melden:
0365 / 55 27 630
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Ansprechpartner: Christina Schwarz und Olaf Voit
Gedenkstätte Amthordurchgang e. V.

 
 
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